Arbeitgeberzuschuss private Krankenversicherung – was ist darunter zu verstehen

arbeitgeberzuschuss pkvLaut der deutschen Gesetzgebung sind Arbeitnehmer und Arbeitgeber dazu verpflichtet sich die Beitragskosten für die Krankenversicherung zu teilen. Diese Regelung ist sowohl für die gesetzliche und die private Krankenversicherung zu verstehen. Die Höhe des Anteils, welchen der Arbeitgeber übernimmt, wird über die Beiträger in der PKV bestimmt.

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Private Krankenversicherungen für den Arbeitnehmer

Das System der Krankenversicherungen ist in Deutschland in die gesetzliche Krankenversicherung und in die Privatversicherung eingeteilt. Die private Krankenversicherung kommt für einen Arbeitnehmer aber nur infrage, wenn  ein Jahreseinkommen erzielt wird, welches über der Pflichtgrenze von 56.250 Euro liegt. Wird dieses Einkommen nicht erzielt, steht dem Arbeitnehmer die gesetzliche Krankenversicherung zur Verfügung.

Ist diese Grenze jedoch überschritten, stehen jedem Arbeitnehmer beide Versicherungsmodelle (gesetzlich und privat) zur Verfügung.

Arbeitgeberzuschuss private Krankenversicherung – was lässt sich darunter verstehen?

Jeder Arbeitnehmer hat die Möglichkeit von einem Arbeitgeberzuschuss zu profitieren, auch wenn sich der besagte Arbeitnehmer in einer Privatversicherung befindet.

 Hinweis: Bei Selbstständigen sieht die Bestimmungslage anders aus.  Hier ist kein Arbeitgeber vorhanden, denn der Selbstständige deckt beide Bereiche (Arbeitnehmer /Arbeitgeber) ab. Deswegen übernehmen die Selbstständigen den vollen Beitrag.

Der Arbeitgeberzuschuss wird auch für Angehörige der Versicherten übernommen, auch wenn sich diese in der PKV befinden. Wichtig die Angehörigen müssen über keinerlei Einkommen verfügen und in der Familienversicherung integriert sein.

Achtung: Der Arbeitgeberzuschuss für die Privatversicherung umfasst nicht alle Leistungen, die im  Tarif vorhanden sind. Zusätzlich muss der Tarif der privaten Versicherung die Grundleistungen umfassen. Diese Grundleistungen beziehen sich auf dieselben Leistungen, welche auch in der GKV vorhanden sind.

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Zuschuss auch bei der privaten Pflegeversicherung

Arbeitnehmer, die sich privat versichern, müssen auch eine private Pflegeversicherung abschließen. Diese beinhaltet die gleichen Leistungen wie die gesetzliche Pflegeversicherung. Der Arbeitgeber übernimmt auch hier einen Teil der Kosten. Die Beitragsübernahme schlüsselt sich analog der Beitragsübernahme der Krankenversicherung auf. Im Jahr 2016 liegt der Satz für den Beitrag  zur Pflegeversicherung bei 2,35 Prozent (Arbeitnehmer mit Kindern). Die Bemessungsgrenze beträgt auch hier monatlich 4.237,50 Euro. Für den  Arbeitgeber ergibt das einen Zuschuss von maximal 49,79 Euro im Monat (Pflegeversicherung).

Darauf sollten Arbeitnehmer achten wenn es um den Arbeitgeberzuschuss für die private Krankenversicherung geht

Um den Arbeitgeberzuschuss für die private Krankenversicherung vollständig nutzen zu können, sollten Arbeitnehmer auf folgende Punkte achten:

Nachweis Beitragshöhe: Der Nachweis zur Beitragshöhe wird von der Krankenversicherung ausgehändigt. Sie müssen ihrem Arbeitgeber den Nachweis für die Beiträge erbringen, um einen Anspruch auf den Beitragszuschuss zu erhalten.

Selbstbeteiligung: Die Selbstbeteiligung ist ein Schwert mit zweischneidiger Klinge. Denn auch wenn die Selbstbeteiligung die Beiträge sinken lässt, kann es sein, dass der Arbeitgeber sich nicht an dem Tarif beteiligt. Sollte sich der Arbeitgeber doch, beteiligen dann betrachtet, dass das Finanzamt als geldwerten Vorteil. Dieser muss natürlich versteuert werden. Also ein Nachteil für Sie.

Beitragsrücktritt: Es gibt Fälle, in denen die Krankenkasse Ihnen Beiträge zurückerstattet, weil Sie vielleicht keine Leistungen in Anspruch genommen haben. In einem solchen Fall verringern sich  die Zuschüsse des Arbeitgebers nicht!

Hinweis: Der Arbeitgeber zahlt in bestimmten Fällen keinen Zuschuss.  Diese Zeiten beziehen sich auf Erhalt des Krankengeldes, Mutterschaftsgeld oder Elterngeld. Ein Wechsel kann hier also sinnvoll erscheinen. Der passende Tarif-Vergleich zeigt auf, wo die Versicherung am günstigsten ist.

Arbeitgeberzuschuss für die  private Krankenversicherung im Rentenalter?

  • Mit Eintritt in das Rentenalter verfällt der Anspruch auf den Arbeitgeberanteil.
  • Rentner haben aber einen Anspruch auf einen Zuschuss der Rentenkasse.
  • 50 % des Beitragssatzes der Kasse der Rentner wird zur privaten Krankenversicherung gezahlt.
  • Maximal zahlt der Rententräger jedoch die Hälfte der monatlichen Beiträge.

Welche Höchstbeträge zahlt der Arbeitgeber?

Die Beiträge der PKV können sich stark unterscheiden. Wer schon einmal einen Vergleich gestartet hat, wird beim Vergleichen die Unterschiede bemerkt haben. Hiermit können Arbeitnehmer jedoch rechnen:

  • Beitragsbemessungsgrenze/ Monat 4.237,50 Euro brutto
  • Beitragsanteil Arbeitgeber: 7,3 Prozent;
  • anteiliger Beitrag Arbeitnehmer: 8,4 Prozent

Am Ende kommt es ganz auf den Tarif und die Beiträge an, welche Kosten vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer übernommen werden.  Mit einem Tarif- Rechner lassen sich die Beiträge genauer bestimmen.

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