Private Krankenversicherung für Angestellte – wann ist das möglich

pkv angestellterDie Privatversicherung wird von vielen Verbrauchern als eine umfassende Krankenversicherung mit vielen Zusatzleistungen angesehen. Auch Angestellte haben die Möglichkeit von diesen Leistungen zu profitieren.

 

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Angestellt und Arbeitnehmer sind versicherungspflichtig. Bedeutet jeder Angestellte benötigt laut dem Gesetz eine Krankenversicherung.  Normalerweise sind Angestellte größtenteils gesetzlich krankenversichert. Wird jedoch die Einkommensgrenze (56.250 Euro pro Jahr) überschritten, kann jeder Angestellte in die PKV (private Krankenversicherung) wechseln. Welche Voraussetzungen für einen Wechsel  wichtig sind und welche Zuschüsse ein Arbeitnehmer bekommt, soll nun  etwas näher betrachtet werden.

Wann kann gewechselt werden?

Ein Wechsel von der GKV und der PKV ist nur möglich, wenn ein Angestellter die Bruttoeinkommensgrenze übersteigt. Diese wird jedes Jahr neu bestimmt. Für 2016 liegt die Einkommensgrenze bei 56.250 Euro pro Jahr. Wir diese Grenze überschritten kann ein Angestellter selber entscheiden,  ob er in der GVK bleibt oder die Annehmlichkeiten der Privatversicherung in Anspruch nimmt.

Vorteile der Privatversicherung:

  • Günstige Einstiegstarife
  • Bevorzugte Behandlungen
  • Individuelle Leistungen
  • Beitragsrückerstattung bei Nichtinanspruchnahme
  • Vertraglich zugesicherte Leistungen bleiben erhalten

Hinweis: Um in die private Krankenversicherung wechseln zu können, ist eine Kündigung der GKV wichtig. Diese kann nur nach einer gesetzlichen Kündigungsfrist erfolgen.  Die Regelkündigungsfrist der gesetzlichen Krankenversicherung  liegt bei 3 Monaten.

Voraussetzungen für die private Krankenversicherung für Angestellte

Als Voraussetzung ist lediglich die Einkommensgrenze vorzuweisen. Diese Einkommensgrenze muss vom Arbeitnehmer nachgewiesen werden. Vor einigen Jahren musste der Arbeitnehmer diese Einkommensgrenze über drei Jahre hinweg nachweisen. Diese Regelung ist nun nicht mehr relevant, denn es reicht ein Nachweis über 12 Monate.

Achtung: Viele Krankenkassen verlangen für die Privatversicherung eine Gesundheitsprüfung. Diese ist bei dem jeweiligen Hausarzt vorzunehmen.

Private Krankenversicherung für Angestellte – die Leistungen

Die Voraussetzungen und die Beitragsbemessungsgrenzen sind bereits erörtert wurden. Doch welche Leistungen kann ein privat Versicherter  nutzen? Diese Frage wird vielen Angestellten als Erstes in den Kopf gelangen. Die Leistungen sind natürlich umfassend.  Als Angestellter hat jeder die gleichen Rechte wie ein Selbstständiger. Bedeutet die Leistungen, können bei den Krankenversicherungen individuell gewählt werden. Anspruch hat ein Privatversicherter natürlich auf die Basisversorgung.

Gewählt werden können die Leistungen aus dem bestehenden Leistungskatalog.

Hinweis: Die Leistungen sollten verglichen werden.  Als Angestellter sollte jeder einen Vergleich der verschiedenen Versicherungen vornehmen. Hierbei kann ein Tarif-Rechner weiterhelfen.

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Private Krankenversicherung für Angestellte- der Arbeitgeberzuschuss

Angestellte die eine Privatversicherung in Anspruch nehmen möchten, haben einen Anspruch darauf das der Arbeitgeber einen Teil der Versicherungskosten bezahlt. Zu berücksichtigen ist, dass der Arbeitgeber nicht alle Leistungen mit einem Zuschuss zahlen muss. Der Arbeitgeberanteil liegt bei 7,3 Prozent.  Der Zuschuss muss natürlich beantragt werden. Dafür muss jeder Arbeitgeber die Zahlungen an die Krankenkasse nachweisen können.

Um den Arbeitgeberzuschuss vollständig nutzen zu können, müssen die folgenden Kriterien berücksichtigt werden:

  • Beitragshöhe
  • Selbstbeteiligung
  • Beitragsrücktritt

Die Beitragshöhe muss natürlich dem Arbeitgeber nachgewiesen werden. Liegt eine Selbstbeteiligung vor, dann wird der Arbeitgeberzuschuss nicht gewährleistet. Auch wenn die Selbstbeteiligungen die Beiträge sinken lassen, sollten Arbeitnehmer auf diesen Bereich verzichten, sobald ein Arbeitgeberanteil gezahlt werden soll.

Die Zuschüsse des Arbeitgebers verringern sich nicht, auch wenn die Krankenkasse Beiträge zurückerstattet. Hier kann jeder Angestellte also profitieren.

Der Arbeitgeberzuschuss für die Pflegeversicherung

Arbeitnehmer die sich privat versichern müssen auch eine private Pflegeversicherung abschließen. Auch hier kann sich jeder Arbeitnehmer auf einen Arbeitgeberzuschuss freuen.

Achtung: Die Leistungen der privaten Pflegeversicherung sind  mit den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung gleichzustellen. Die Beitragsaufschlüsselung ist mit den Beitragsaufgliederungen der gesetzlichen Pflegeversicherung gleichzustellen.

Hinweis: Auch im Rentenalter wird der Arbeitgeberzuschuss noch bezahlt.  Rentner mit einer privaten Versicherung haben einen Anspruch auf einen Zuschuss. Der Zuschuss wird von den Rentenkassen beglichen. Dieser liegt bei maximal 50%.

Wie werden die Beiträge berechnet

Die Private Krankenversicherung für Angestellte wird nach dem gleichen Schema berechnet wie die private Krankenversicherung  für Selbstständige. Als Basis dient auch hier das monatliche Einkommen. Ein Vergleich der Beiträge und der Leistungen kann weiterhelfen. Abzuwägen sind die Leistungen und die Beiträge.

Angestellte sollten vor einem Wechsel die Leistungskataloge der einzelnen Krankenkassen genauer prüfen und darauf achten, dass alle Leistungen umfassend bedacht werden.

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