Die Private Krankenversicherung für Arbeitslose

Manchmal geht es schneller als man denkt und der Arbeitsplatz ist weg Und nun? Wer während seiner Angestelltenzeit aufgrund des Einkommens oder anderen Gründen in der privaten Krankenversicherung war, stellt sich nun die Frage, wie es diesbezüglich in Zukunft weitergeht. Nun gilt es, verschiedene Formalitäten zu beachten und einzuhalten, um den Versicherungsschutz weiterhin bestehen zu lassen. Wer sich gegen den Wechsel in die gesetzliche Versicherung entscheidet und weiterhin privat versichert bleiben möchte, hat die Möglichkeit, in einen günstigeren Basistarif zu wechseln.

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Auch bei Arbeitslosigkeit besteht Versicherungspflicht

Selbst dann, wenn man arbeitslos wird, erlischt die gesetzliche Versicherungspflicht natürlich nicht. Während sich normale Angestellte erst ab einem Bruttoeinkommen von 56.250 Euro privat versichern können, spielt das Gehalt bei Beamten und Selbstständigen keine wichtige Rolle. Diese Grenze wird bei den meisten Arbeitslosen jedoch unterschritten, was dazu führt, dass arbeitslose Arbeitnehmer normalerweise in die gesetzliche Krankenkasse fallen.

Arbeitslose haben das Recht, selbst zu wählen

Wie bereits weiter oben geschrieben wurde, haben Arbeitnehmer, die arbeitslos werden, das Recht zu wählen, in welche Krankenkasse sie in Zukunft versichert sein wollen. Das bedeutet, dass die Wahl besteht, ob es die private Krankenversicherung sein soll oder doch die gesetzliche Versicherung. Sobald man sich allerdings für die private Krankenversicherung entschieden hat, kann diese Entscheidung nicht wieder rückgängig gemacht werden. Wichtig ist es ebenfalls, diese Entscheidung der gesetzlichen Krankenkasse vorzeigen. Das muss bei der Krankenkasse eingereicht werden, bei der die betroffene Person zuletzt versichert war. Wichtig ist es nun, dass die GVK bestätigt, dass die Personen für die Zeit der Arbeitslosigkeit privat versichert ist bzw. bleibt.

Gibt es Zuschüsse für Arbeitslose bei der privaten Krankenversicherung?

Während man arbeitslos ist, zahlt die Agentur für Arbeit einen Zuschuss für die gesetzliche Versicherung. Diese Beiträge werden von der Agentur für Arbeit direkt an die Versicherung überwiesen. Aber auch privat versicherte Arbeitslose haben einen Anspruch auf diese Zuschüsse durch das Amt. Wie hoch der Betrag ausfällt, ist abhängig von der gesetzlichen Krankenversicherung. So beträgt der maximale Beitrag der, wie er auch für die GVK bewilligt wird. Das führt dazu, dass gesetzliche und private Versicherungen gleichgestellt sind. Allerdings mit dem Unterschied, dass privat versicherte Arbeitslose die Beiträge selber an die Krankenkasse abführen müssen.

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Hohe Beiträge durch Tarifänderung vermeiden

Während die private Versicherung im Angestelltenverhältnis gut zu bezahlen ist, sieht das Ganze in der Arbeitslosigkeit oft anders aus. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Beiträge möglichst gering zu halten. Das ist möglich, indem Betroffene den Tarif wechseln und auf jegliche Extraleistungen verzichten. Je weniger Leistungen der Tarif enthält, desto günstiger ist der zu zahlende Beitrag. Vor allem der Wechsel in den Basistarif ist in diesem Fall eine ideale Option.

Klar ist, dass während der Arbeitslosigkeit die Einkünfte wesentlich geringer sind und betroffene Personen immer wieder in finanzielle Schwierigkeiten kommen. Das bezieht sich natürlich auch auf das Zahlen der anfallenden Beiträge pro Monat. Wer sich nun denkt, dass man den ausstehenden Betrag auch einen Monat später bezahlen kann, liegt nicht unbedingt falsch. Hier besteht allerdings die Gefahr, dass sich die Beitragsrückstände schnell zu einer hohen Summe anhäufen. Das führt zu weiteren Zinsen und schlussendlich zu einer Summe, die in den meisten Fällen nicht mehr zu begleichen ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, die zu zahlenden Beiträge regelmäßig an die private Krankenkasse abzuführen.

 

Private Krankenversicherung im Falle von Hartz IV

Wer innerhalb einer bestimmten Zeit der Arbeitslosigkeit keine neue Arbeitsstelle findet, rutscht in Hartz IV und bekommt somit natürlich noch mal eine ganze Stange weniger Geld pro Monat. Das bedeutet jedoch nicht, dass Bezieher von Arbeitslosengeld 2 kein Recht darauf haben, bei der privaten Krankenversicherung weiter versichert zu sein. Auch hier ist das Arbeitsamt dafür zuständig, einen gewissen Beitrag zu bezuschussen. Ein Hartz-IV-Empfänger hat jedoch die Möglichkeit, die Beiträge um die Hälfte kürzen zu lassen. Diese Hälfte wird von dem Jobcenter direkt an die betroffene Krankenversicherung bezahlt. So werden also die komplett anfallenden Krankenkassenbeiträge in der kompletten Höhe von den Hartz IV Trägern übernommen. Das jedoch nur solange, wie es sich bei dem ausgewählten Tarif um den Basistarif der PKV handelt.

Wer sich also die Frage stellt „ Was passiert mit meiner PKV bei Arbeitslosigkeit“ oder „Wer zahlt die PKV bei Arbeitslosigkeit“ kann beruhigt sein und sich aufgrund des Wahlrechts für die PKV und die Zuschüsse durch die Agentur für Arbeit verlassen.

 

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